Sein Großvater war österreichischer Rallyemeister, sein Onkel der erste Tiroler in der Formel 1 und sein Vater immerhin Titelträger der Deutschen Formel 3 Trophy. Rene wurde die Leidenschaft für den Rennsport also buchstäblich in die Wiege gelegt.

Der 26-jährige Innsbrucker ist der letzte Rennsieger der Renault World Series, einer der erfolgreichsten Nachwuchsserien der Formel 1. Der Ingenieur strebt nun in der Verizon IndyCar Series nach Erfolg.

Karriere

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Fakten

Familie

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Binder Junior war in seiner Teenager-Zeit kein Senkrechtstarter, da die Familie großen Wert auf seine Ausbildung legte. Binders Stern stieg mit Gesamtplatz zwei in der deutschen Junior-Kartmeisterschaft langsam auf. Nach nur einem Jahr im ADAC Formel Masters wechselte Binder in die deutsche Formel 3, wo er mehrere Podestplätze und drei Rennsiege feierte. Der bemerkenswerteste Erfolg war der Triumph im spannenden Regenrennen von Spa-Francorchamps.

In einer starken Debütsaison 2013 in der GP2 fuhr Binder einen beachtlichen sechsten und siebten Platz in Monte Carlo ein. Aufgrund seiner sehr intelligenten Herangehensweise und seines geschickten Reifenmanagements beeindruckte Binder im unterfinanzierten Lazarus Team enorm.

Es folgten zwei schwierige Jahre in der GP2, aber Binder kämpfte sich zurück und unterschrieb bei Lotus 3.5. In seiner ersten Saison in der World Series im Jahr 2016 fuhr er fünf Podestplätze ein. Nach mehreren Podestplätzen, vier Rennsiegen und zwei Pole Positions beendete Binder die Saison 2017 auf Rang vier. Er war ein ernstzunehmender Titelkandidat, bis seine Hoffnungen aufgrund einer Serie von technischen Problemen zerstört wurden.

2017 World Series Formula V8: 4 Siege, 5 Podestplätze, 2 Pole Positions – Gesamtplatz 4
2016 World Series Formula V8: 5 Podestplätze – Gesamtplatz 7
2015 GP2: Platz 8 in Monza
2014 GP2: 8./9. Platz in Bahrain
2013 GP2: 6./7. Platz in Monte Carlo, Platz 8 in Sepang
2012 deutsche Formel 3: 3 Siege, 7 Podestplätze – Gesamtplatz 6
2011 deutsche Formel 3: 1 Podestplatz
2010 deutsche Formel 3: 1 Podestplatz
2009 ADAC Formel Masters: 3 Podestplätze
2008 deutsche Junior-Kartmeisterschaft: mehrere Podestplätze – Gesamtplatz 2

Name: Rene Binder
geboren: 1. Januar 1992
Wohnort: Uderns / Tirol
Ausbildung: Ingenieur und Absolvent des Holztechnikum Kuchl
Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch
Hobbies: Kartsport, Skifahren (und zwar am liebsten bei ihm im schönen Zillertal), Wandern
Lieblingsstrecken: Monaco, Singapur und Spa
Lieblingsfahrer: Michael Schumacher
Lieblingsrennauto: Dallara-Chevrolet Indycar
Lieblingsessen: Pasta Vongole oder ein saftiges Steak
Urlaubstraumziel: Sardinien
binderholz

Der Duft von frischem Holz und hochexplosivem Rennbenzin: Die Leidenschaften und Sinne der Zillertaler Unternehmerfamilie Binder könnten konträrer nicht sein. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen erwarb Franz Binder Senior 1957 ein Sägewerk und entdeckte schon kurze Zeit später seine Liebe zu schnellen Autos und Motorrädern.

Während sich der Betrieb mit Sitz in Fügen langsam aber stetig zu einem Großbetrieb entwickelte, arbeitete sich sein Sohn, Hans Binder, sogar bis in die Formel 1 hinauf, in der er zwischen 1975 und 1977 13 Grands Prix bestritt.

Auch der mittlere Sohn, Reinhard, und sein jüngerer Bruder Franz Jr., der selbst erfolgreich in der Formel 3 sowie im Porsche Supercup aktiv war, teilten diese Passion, die von Rene nun in der dritten Generation weitergetragen wird.

Eine Maxime seines Großvaters, der 2013 im 90. Lebensjahr verstarb, gilt heute übrigens noch gleich wie vor 50 Jahren:

Wer am Wochenende Rennen fährt, hat am Montag frisch und munter in der Firma zu sein. Und so ist es auch für Rene eine Selbstverständlichkeit, oft nach einer langen Reise vom Flughafen München direkt die Zentrale in Fügen anzusteuern.

Das Tiroler Familienunternehmen präsentiert sich heute als eines der führenden europäischen, mit modernsten Technologien und Fertigungsmethoden ausgestatteten Unternehmen mit entsprechender Reputation auf dem Markt.

Mehr über binderholz: www.binderholz.com

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