Ob als GP2-Pilot in den Häuserschluchten von Monaco und Singapur, dem siegreichen Einsatz in der Formula V8 3.5 in Monza, Austin und Bahrein, dem legendären Rolex 24 in Daytona, oder als Klassensieger beim 24 Stundenrennen von Le Mans. Rene Binders Karriereweg ist im österreichischen Motorsport einzigartig. Mit Erfahrungen aus der Formel 1, der IndyCar Series und der Formel 2 vereint er Speed mit strategischer Reife auf den prestigeträchtigsten Rennstrecken der Welt.
Als letzter Rennsieger der World Series Formula V8 entschied sich der Zillertaler nach einem Formel 1 Test in Le Castellet für den Sprung über den großen Teich. Als erster Österreicher in der modernen IndyCar-Ära sammelte er wertvolle Rennkilometer in den USA, ehe er seine wahre Berufung im Endurance-Sport fand.
Heute gilt Rene als einer der erfolgreichsten LMP2 Piloten in Le Mans. Nach seinem Klassensieg 2022 stand er beim 24-Stunden-Klassiker auch in den letzten 3 Jahren jeweils am Siegespodest.




Die European Le Mans Series (ELMS) ist weit mehr als nur eine Langstreckenserie – sie ist die prestigeträchtige Bühne für die Elite des europäischen Endurance-Sports. In packenden 4-Stunden-Rennen auf den anspruchsvollsten Kursen von Barcelona, Le Castellet, Imola, Spa-Francorchamps, Silverstone und Portimao kämpfen Piloten und Teams um den Titel und um den ebenso begehrten Startplatz beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
Was die ELMS so einzigartig macht, ist das faszinierende Multiclass-Racing. Hier treffen die pfeilschnellen LMP2-Prototypen, die „IndyCars des Langstreckensports“, auf LMP3-Boliden und seriennahe GT-Fahrzeuge. Für die Fahrer bedeutet das: Permanenter Überholstress, Rad-an-Rad-Duelle im dichten Verkehr und taktische Höchstleistungen bei Geschwindigkeiten von über 300 km/h.
In diesem Umfeld ist absolute Präzision gefragt. Für Rene Binder bietet die ELMS das perfekte Terrain, um seine Qualitäten als Teamplayer und „Reifenflüsterer“ auszuspielen. In einem Feld, in dem oft nur Zehntelsekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden, ist die Fähigkeit, Reifen über einen Doppelstint zu managen und im dichten Verkehr kühlen Kopf zu bewahren, der entscheidende Faktor. Die ELMS ist Hochgeschwindigkeits-Schach auf Asphalt.
Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist ein Langstreckenrennen für Sportwagen und Sportprototypen, das seit 1923 nahe der französischen Stadt Le Mans veranstaltet wird. Es zählt gemeinsam mit dem Indy500 und dem Grand Prix von Monaco zu den drei bekanntesten Autorennen der Welt und gilt als ultimativer Test für Mensch und Material.
Beim Jahreshöhepunkt des Langstreckenrennsports stand unser Österreicher bereits dreimal auf dem Siegespodest und erzielte 2022 sogar einen Klassensieg in der LMP2 Pro/Am-Wertung. „Es ist ziemlich offensichtlich, dass mir die Rennstrecke und das Format dieses Rennens entgegenkommen. Für mich ist es das anspruchsvollste Autorennen der Welt.“
12. April 2026, 4 Hours of Barcelona
03. Mai 2026, 4 Hours of Le Castellet
14. Juni 2026, 24 Hours of Le Mans
05. Juli 2026, 4 Hours of Imola
23. August 2026, 4 Hours of Spa
13. September 2026, 4 Hours of Silverstone
10. Oktober 2026, 4 Hours of Portimão
Die LMP2 (Le Mans Prototype 2) ist eine Schlüsselserie der Endurance-Familie, da hier aufgrund der technischen Ausgeglichenheit noch der Faktor Mensch (Fahrer, Mechaniker, Ingenieure) im Mittelpunkt steht.
Technische Daten des LMP2 Oreca-07-Gibson
Mindestgewicht: 950 kg
Motor: Gibson Technology Engines 4,2L V8 – ca. 600 PS
Getriebe: 6 Gang
Tankvolumen: 65 Liter
Beschleunigung: ca. 3,5 Sek von 0-100 km/h
Topspeed: 320 km/h